Green Screen ist im Aufwind. Ein verfrühtes Weihnachts- und Geburtstagsgeschenk in einem schnürte in dieser Woche die Kieler Regierungskoalition für das Internationale Naturfilmfestival in Eckernförde – 40000 Euro soll den Veranstaltern per anno aus dem Landeshaushalt zufließen. Allein die Botschaft dürfte beim Vorstand und beim Festivalleiter für knallende Champagnerkorken gesorgt haben. Noch müssen zwar der Finanzausschuss und der Landtag zustimmen, aber ernsthafter Widerstand wird nicht erwartet, außerdem haben Rot-Grün-Blau im Moment noch die Mehrheit und könnten den Haushaltstitel auch gegen mögliche Festivalgegner durchsetzen. Der Drops ist also gelutscht,Green ScreensZukunft ist rosarot. Denn die Finanzen sind – natürlich neben dem immer noch nicht in Sicht befindlichen Kino –, das größte Problem der Festivalmacher. Alles andere – top. Die Filmemacher, die Zuschauer, die Naturfilmredaktionen, die Kulisse, das Festivalbüro und die über 100 ehrenamtlichen Helfer – das Gesamtpaket ist kaum noch zu toppen. Der September in Eckernförde ist und bleibt grün. Die Beharrlichkeit der Festivalmacher hat sich ausgezahlt. Und die Politik hat offenbar verstanden, was in Eckernförde abgeht und das Land befeuert. Daran konnte selbst das Grotesche Störfeuer der unvorteilhaften Politikerinterviews im Landtag nichts ändern.